Vorwort von Paul Heidelbach

August Grassow - aus: Grassow: Wörterbuch der Kasseler Mundart
Dem Andenken August Grassows

Die Kasseler Mundart ermangelt noch ihrer wissenschaftlichen Darstellung. Auch dieses Wörterbuch erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch und will lediglich das verdienstvolle Lebenswerk des Kasseler Sprachlehrers August Grassow der Vergessenheit entreißen.

Etwa um die Zeit, als ich das erste meiner drei Bändchen Erzählungen in Kasseler Mundart herausgab (1900), erzählte man mir in Kassel, irgend jemand habe eine Kasseler "Grammähre" verfaßt. Später erfuhr ich dann, daß der in eben diesem Jahr 1900 verstorbene Sprachlehrer Grassow an den - als an eine immerhin originelle Erscheinung im Kasseler Straßenbild - auch ich mich noch gut erinnerte, ihr Verfasser sei. Alle meine Bemühungen aber, das Manuskript ausfindig zu machen, blieben erfolglos, bis mir nach Jahren der Kasseler Justizamtmann Karl Jonas, der Sohn des Mundartdichters und ganz vortreffliche Kenner der Kasseler Kulturgeschichte, kurz vor seinem Tode dieses Manuskript zum Geschenk machte. Die Freude meines Berliner Universitätslehrers Erich Schmidt konnte, als er einst in Dresden Goethes "Urfaust" entdeckte, nicht größer gewesen sein, als die meine, als ich das so lange gesuchte unscheinbare Heft endlich in der Hand hatte. Es entpuppte sich nun freilich nicht als Grammatik, wohl aber als ein von gewissenhaftestem Sammeleifer zeugendes Kasseler Idiotikon, dessen Inhalt das Ergebnis langjähriger mühevoller Arbeit, der Verfasser in seiner Bescheidenheit zeitlebens der Oeffentlichkeit vorenthalten hatte. Es enthält in einem, in starken Pappband gebundenen Diarium 110 eng beschriebene Seiten mit über 3000 Worterklärungen und trägt am Schluß der letzten Seite die Unterschrift:

"Andenken an A. Grassow. Am 10. März 94."

Vermutlich hat er an diesem Tage entweder die Niederschrift abgeschlossen oder aber das Heft seinem Freund, dem Mundartdichter Heinrich Jonas, zum Geschenk gemacht. Dieser selbst hat ja auch im Vorwort zu seinen "Fimf Geschichderchen" der schätzbaren Unterstützung gedacht, die ihm durch Grassow mit liebenswürdigster Bereitwilligkeit zuteil wurde, dessen Tradition auf diesem Gebiete weiter und schärfer zurückreicht, als die seinige.

Wie kam dieser mit dem so gar nicht hessischen Namen zu einer so einzigartigen Leistung auf dem Gebiet der Kasseler Sprachforschung? Obwohl preußischer Abstammung, war er geborener Kasselaner und, wie es scheint, sogar fanatischer Kurhesse. Jedenfalls pflegte er, wie mir sein einstiger Mithausbewohner, Herr Oberstudienrat Dr. Friderici, mitteilt, jedesmal, wenn die Dreiundachtziger auf ihrem Marsche zum oder vom Forst seinen Weg kreuzte, samt seinem treuen Begleiter, einem Pudel, kehrt zu machen und den "Preußen" den Rücken zu zeigen. Deutlich steht mir die untersetzte Figur des alten Herrn noch vor Auge, wenn er, mit Brille und Knebelbart, im schwarzen Hut und Schlippenrock, unter dem die schwarzen Korkzieherhosen die X-Beine nicht verdecken konnten, sein Mutzpfeifchen rauchend und den Pudel an der Leine führend, durch die Straßen lustwandelte.

Welcher Anlaß Grassows Vater, Johann Friedrich Grassow, der 1787 als einziger Sohn eines Schneiders zu Döllen Amt Zehdenich in der Uckermark geboren war, nach Hessen führt, ist mir unbekannt. Vermutlich kam er als wandernder Handwerksgeselle dorthin. Jedenfalls war er seit 1808 in Kassel ansässig, wo er sich 1812 mit einer Tochter des Kasseler Bürgers und Schneidermeisters Henrich Hoffmann verheiratete. Jahrelang war er in der Familie des verstorbenen Staatsministers Waitz von Eschen und später beim Österreichischen Gesandten, dem Grafen Spiegel, als Diener tätig. Die Adreßbücher führen ihn als Lohndiener und Schankwirt auf. Wir wissen auch aus den Akten des Stadtarchivs, daß er 1825 die Bierwirtschaft auf dem Peilertschen Felsenkeller am Weinberg inne hatte, diese fortzuführen gedachte und sich im nächsten Jahr um das Kasseler Bürgerrecht bewarb. Dieses wurde ihm nach einer längeren Kontroverse zwischen dem Ministerium Hassenpflug und Oberbürgermeister Schamburg über die Frage, ob ein in dienender Stellung Befindllicher als Bürger aufgenommen werden könne, 1827 bewilligt. Er war damals Vater zweier Töchter und eines Sohnes, eben des am 2. Oktober 1825 geborenen August Grassow. Dieser erlernte das Schriftsetzerhandwerk, war in diesem Beruf einige Jahre in Paris tätig und kehrte dann in seine Vaterstadt zurück. Hier erteilte er neben seinem Schriftsetzerberuf Unterricht in der französischen und englischen Sprache, auch begegnet er uns in der Kasseler Presse wiederholt als Uebersetzer fremdsprachiger Erzählungen. Da zur Erlangung des Bürgerrechts, um das auch er sich 1859 bewarb, der Nachweis eines jährlichen Einkommens von 300 Talern gefordert wurde, er aber als Schriftsetzer bei Trömmer [richtig: Trömner] und Dieterich jährlich nur 260 Taler bezog, wies er nach, daß die Restsumme durch den Ertrag seiner Lehrtätigkeit reichlich gedeckt werde. Als tüchtiger Privatlehrer war er besonders von den Kasseler Schülern so gesucht, daß er bald den ursprünglichen Beruf an den Nagel hing und nur noch als Sprachlehrer wirkte. Schlicht und ruhig floß nun sein Leben dahin. Die ältere Schwester hatte sich mit dem Landschaftsmaler und Zeichenlehrer Adolf Walther verheiratet; er selbst blieb Junggeselle und wohnte nach dem Tod des Vaters mit der Mutter und der gleichfalls unvermählt gebliebenen jüngeren Schwester zusammen. Diese führte ihm, als 1877 auch die Mutter gestorben war, den Haushalt, bis ihn am 27. November 1900 der Tod ereilte.

Wie kaum ein anderer war Grassow zu einem zielbewußten Eindringen in das Wesen der Kasseler Mundart geschaffen. Zu einem fein entwickelten Sprachgefühl und dem unermüdlichen Interesse, das er an der Sprache seiner Kasseler Landsleute nahm, trat noch der günstige Umstand, daß sich der größte Teil seines 75 Jahre währenden Lebens in der Kasseler Altstadt abspielte und er so täglich Gelegenheit hatte, "den Kindern auf der Gasse und dem gemeinen Mann auf dem Markt" wie Luther einmal in seinem "Sendbrief vom Dolmetschen" sagt, "auf das Maul zu sehen, wie sie reden". In der Ziegengasse geboren, wohnte er mit den Eltern und auch später noch in der unteren Druselgasse, zog dann in das Landsiedelsche Haus am Steinweg (24) und verbrachte die letzten Jahre seines Lebens am Unterneustädter Kirchplatz im Hause Leipziger Straße 17.

Die noch von Gustav Eskuche und Johann Lewalter bei der verdienstvollen Herausgabe ihrer "Kasseler Kinderliedchen" (1891) [richtig: Hessische Kinderliedchen] geäußerte Auffassung, daß unsere "Fullebrickensproche" mehr aus verderbtem Schriftdeutsch denn aus alter Mundart bestehe, ist heute längst überholt. Vielmehr stellt die Mundart, und so auch die Kasseler, im Gegensatz zur Schriftsprache, die doch selbst erst aus der Mundart entstanden ist, die natürliche Sprachentwicklung dar. Dagegen macht sich in immer stärkerem Maße in weiten Kreisen die Ansicht geltend, daß die Mundarten ihrem Untergang entgegengehen und sich ebensowenig erhalten lassen wie die Volkstrachten. Ganz wird sich eine Mundart wohl kaum von der Schriftsprache verdrängen lassen; aber gerade unsere Kasseler Mundart, die wie jede andere in beständiger Umbildung begriffen ist, zeigt, daß sie im Lauf der Zeit nicht nur durch die zunehmende Industrialisierung und die damit verbundene Zuwanderung dem Einfluß der Nachbarmundarten ausgesetzt war, sondern auch durch den Aufschwung von Handel und Verkehr, durch Presse und Schule einen starken Einfluß der Schriftsprache erfahren hat. Wir wissen von Heinrich Jonas, daß in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts auch in den gutbürgerlichen Familien Kassels die Mundart noch die Sprache des täglichen Lebens und Umgangs war; Wilhelm Lüttebrandt versichert uns, daß die wohlhabendsten und angesehensten Kasseler Bürger noch bis in die 1870er Jahre ausschließlich ihre Mundart sprachen. Dann aber verschaffte sich die Schriftsprache mehr und mehr Eingang, und in den bürgerlichen Familien hielten nur noch die älteren Leute an ihrer Mundart fest, während sich bei den jüngeren allenfalls eine Art Halbmundart herausbildete.

Bei seiner fleißigen Sammelarbeit konnte sich Grassow nicht auf mundartliche Kasseler Literatur stützen, denn eine solche gab es damals kaum. Nachdem der Kasseler Theatersekretär Wilhelm Lynker und der Hofschauspieler Julius Braunhofer in ihrer 1859 auf der Kasseler Hofbühne aufgeführten Zauberposse "Herkules oder Amboß und Aktien" bereits einen schüchternen Versuch gemacht hatten, die Kasseler Mundart wenigstens in einigen Rollen anzudeuten, war es recht eigentlich der Kasseler Kupferschmiedemeister Hartmann Herzog (1833-1897) der in den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts in kleinen flugblattartigen Gedichten, die erst 1933 sein Schwiegersohn, Mittelschulrektor Arnold Latwesen gesammelt herausgab, die Kasseler Mundart in die Literatur einführte. In seinem Bestreben, diese Mundart in ihrer Reinheit darzustellen, fand Herzog in dem Kasseler Lithographen Heinrich Jonas (1840-1905) dem Maler Gottlob Theuerkauf (1833-1911) und später noch in dem Kasseler Zeichenlehrer Wilhelm Lüttebrandt (1861-1922) gleichgesinnte Nachfolger. Spät erst griff der Kasseler Baumeister Christoph Müller (1859 bis 1932) zur Feder, um seine Jugenderinnerungen niederzuschreiben. Er ist gleich Franz Treller (1829-1908), der als einer der ersten vielgelesene Erzählungen in Kasseler Mundart schrieb, am Töpfenmarkt geboren und groß geworden. Müllers Aufzeichnungen gehören mit zum Köstlichsten, was die mundartliche Literatur Kassels aufzuweisen hat. Es traten dann noch fast ein Dutzend Kasseler Mundartdichter auf den Platz, aber Herzog, Jonas, Lüttebrandt und Müller werden wohl für alle Zeit nicht nur dem literarischen Wert nach, sondern auch in der zuverlässigen Wiedergabe ihres heimischen Idioms als typische Vertreter der Kasseler Mundart gelten können. Ich habe deshalb aus ihren Schriften und ferner aus einer 1904 erschienenen Abhandlung des Kasseler Schriftstellers Wilhelm Bennecke (1846-1906) über Kasseler Mundart der Grassowschen Sammlung Ergänzungen hinzugefügt und diese in jedem einzelnen Fall als solche kenntlich gemacht, so daß der Hauptanteil Grassows nicht übersehen werden kann. Sie alle geben uns als geborene "in d'r Wulle gefärwede Kasseläner" das Recht, uns auf sie als die einzigen heute noch erreichbaren Gewährsmänner zu berufen. Bei der ständig im Fluß befindlichen Mundart können Abweichungen der einzelnen Autoren voneinander und von Grassow, auch wenn wir von individueller Auffassung absehen, um so weniger auffallen, wenn wir uns vergegenwärtigen, daß zwischen dem Geburtsjahr Grassows (1825) und dem Sterbejahr Müllers (1932) der Zeitraum von mehr als einem Jahrhundert liegt, und daß ferner manche Wörter gleichzeitig in verschiedenen Stadtteilen verschieden gesprochen wurden.

Der Sprachgelehrte wird in den Aufzeichnungen Grassows die Anwendung der phonetischen Schreibung vermissen, die Grassow ja noch nicht bekannt sein konnte. Seine Schreibung mußte, wenn auch unter Verzicht auf die Wiedergabe bestimmter Lautfärbungen, beibehalten werden und hat den Vorteil, daß die Mundart auch für jenen größeren Kreis lesbar bleibt, dem recht eigentlich dieses Buch zugedacht ist. Sein Versuch, bei einzelnen Wörtern durch Akzentuierung die verschiedenen "e" zu kennzeichnen, wurde, weil nicht einheitlich durchgeführt, hier nicht berücksichtigt.

Die große Zahl der von Grassow aufgeführten Wörter französischen Ursprungs erklärt sich aus dem, besonders im 18. Jahrhundert und dann während der französischen Fremdherrschaft (1807-1813) ausgeübten starken Einfluß des französischen Elements. Schon der Siebenjährige Krieg brachte mit seinen Truppendurchzügen und der Besetzung Kassels enge Berührung mit den Franzosen. Am Hofe Landgrafs Friedrichs II. herrschten französische Sitte und Sprache, und vollends in der Jerome-Zeit erfuhr die Kasseler Mundart eine starke Bereicherung durch französische Wörter, die sie bald der einheimischen Entwicklung anglich.

Am Wortlaut des Grassowschen Textes wurde außer der Anwendung der heute gültigen Rechtschreibung nichts geändert, auch wenn es nahe lag, zu dem einen oder anderen seiner Ableitungsversuche Stellung zu nehmen. Wichtiger schien es mir, den nun schon historischen Charakter seiner Arbeit zu wahren. Viele der von ihm wiedergegebenen Wörter und Redewendungen werden heute schon nicht mehr gebraucht, ja, zum Teil nicht einmal mehr verstanden. Wie wir so manchen verschwundenen Bau Kassels heute nur noch aus Bildern kennen, so möge auch dieses Buch für uns und hoffentlich auch noch für spätere Zeit verschwundenes Kasseler Kulturgut festhalten. Alle diejenigen sind im Irrtum, die in der Kasseler Mundart nur ein Mittel zur Weckung des Humors und zur Einkleidung von mehr oder weniger witzigen Schnurren sehen. Sie birgt mit der Kraft ihrer, wenn auch oft derben Charakteristik, ihrer Fülle von Ausdrucksmitteln, Bildern and Vergleichen unendlich viel altertümliches Sprachgut und weist uns den Weg zur Seele des Volkes. Und darum sind wir dankbar, daß sich noch zur rechten Zeit in August Grassow ein Kasselaner fand, der es sich zur Lebensaufgabe machte, dieses aussterbende Sprachgut zu sammeln, ehe es zu spät war.

Porträt von Paul Heidelbach - Stadtarchiv Kassel. Signatur 0.512.096, Foto von Carl Eberth, 1935Das im Erscheinen begriffene und von Professor Dr. Luise Berthold bearbeitete grundlegende "Hessen-Nassauische Volkswörterbuch" konnte zum Vergleich noch nicht herangezogen werden, da erst ein Teil des Werkes vorliegt.

Dem Magistrat der Stadt Kassel, der die Herausgabe dieses Buches ermöglichte, bin ich zu besonderem Dank verpflichtet.

Grifte / Kassel, im Januar 1952.

Unterschrift von Paul Heidelbach - Stadtarchiv Kassel, A 4.41 Nr. 6.

Es ist beachtenswert, daß unter den acht geborenen Kasselanern, die sich im 19. Jahrhundert, sei es schriftstellerisch, sei es als Sammler von Idiotismen, zuerst mit der Kasseler Mundart befaßten, allein fünf von Haus aus dem Handwerkerstand angehörten, und der Umstand, daß die meisten von ihnen den größten Teil ihres Lebens, wenn nicht ihr ganzes Leben, in ihrer Vaterstadt verbrachten, verbürgt einen gewissen Grad von Glaubwürdigkeit, den wir ihrer Wiedergabe der Mundart beimessen dürfen. Den im Vorwort mitgeteilten biographischen Daten über August Grassow möge hier ein Lebensabriß der übrigen Kasselaner folgen, die uns als erste und am zuverlässigsten die Kasseler Mundart so vermittelten, wie sie zu ihrer Zeit noch gesprochen wurde.

Auf die übrigen Verfasser von Gedichten und Erzählungen in Kasseler Mundart näher einzugehen, mag einer späteren Zeit vorbehalten bleiben. Sie seien hier in der Reihenfolge der Erscheinungsjahre ihrer Schriften aufgeführt:

  • Heidelbach, Paul: Was mäh so hin un widder bassierd äs. Kasseläner Verzählungen vun Karle Klambert. 1900. 2. Aufl. 1907.
  • Heidelbach, Paul: Uff Karle Klamberts Geborzdag. 1908.
  • Berndt, Konrad: Allerhand vom Fulleschdrand. Casseläner Geschichderchen un Gedichderchen. 1910.
  • (Else Bach): Us minnen Dagebuche. Gedichte in Casseläner Mundart vunn Christejahn Duckefedd. 1910.
  • (Fischer, Theodor): Ne Bescheerunge biie Knibbels. Ne Geschichde for Weihnachden von Emme. 1910.
  • (Scheidemann, Philipp): Casseläner Jungen. Mundartliche Geschichderchen. Von Henner Piffendeckel. 1910. 3. Aufl. 1926.
  • Berndt, Konrad : Friggedellen. Gedichte in Kasseler Mundart. 1913.
  • Heidelbach, Paul : Allerhand Gauden. Karle Klamberts Verzählungen. 1914.
  • Wentzell, Gustav: Der Dullerdobb. 1917.
  • Wentzel, Gustav: Unnergekochdes. 1917.
  • Euler, Wilhelm: Dr große Chrischdoff un annere Gedichderehen un Geschichderchen. 1917.
  • Bernd, Konrad: Bodderbliemerchen. Ziggen un Deeden in Versehen. 1919.
  • Angersbach, 0swald: Us friehren Zieden. Funkelnagelneie Kasseläner Geschichderchen. 1919.
  • Wentzel, Gustav: Knall-Erwesen. Ne Uslese Kasseläner Gauden. 1922.
  • Berndt, Konrad: Mäh sinn Mäh! Gedichderchen un Geschichderchen. 1925.
  • Wentzel, Gustav: Kasseläner Zissel. 1928.
  • Dippel, Alma: Wie mä noch kleine Knohze waren. 1939.
  • Sömmer, Karl: Ds Kraachenknöbbchen. Gedichte in Kasseler Mundart. 2. verm. Aufl. 1939.

Es bleibt zu bedauern, daß der in der Unterneustadt geborene frühere Bürgermeister von Niederzwehren und spätere Direktor des Kasseler Standesamtes Georg Fladung (1880-1937) seine mit feinem Humor gewürzten Dichtungen in Kasseler Mundart nicht im Druck gesammelt erscheinen ließ. Seine Begabung auf diesem Gebiet mag die im "Hessenland" 1925 veröffentlichte Versdichtung "De Bardie no Niesde" erweisen.

Alle Bemerkungen in eckiger Klammer, die Biographien sowie die Anmerkungen am Schluß sind Zusätze des Herausgebers.