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Wörterbucheinträge

UngedierzeSemantische Klasse Schimpfwort

  1. stärker noch als Gedierze (s.d.); Scheltwort für körperlich oder moralisch häßliche Person
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UnleidSemantische Klasse Schimpfwort

  1. "Unleid das de best": "du unleidliche, unangenehme Person, die du bist!": oft schäkernd und ermutigend gemeint
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UsbundSemantische Klasse SchimpfwortSemantische Klasse Kasselsch

Hochdeutsch: Ausbund
  1. Ausbund (als Vorzüglichstes, im Hochdeutschen meist im günstigen, selten im übeln Sinne; im Kasselänschen fast nur im letzteren Sinne). "Äs es Ihnen (Spur vom Sächsischen) en Usbund vun Nexnutzigkeit": Sie ist ein Ausbund von Nichtsnutzigkeit
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WabbsSemantische Klasse Schimpfwort

Hochdeutsch: dick
  1. "en dicker Wabbs-Babbs, Stambes"
  2. dicke, schwulstige Person
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WawwelgehannesSemantische Klasse Schimpfwort

Hochdeutsch: weichlich weibisch
  1. Mensch ohne Festigkeit, weichlich, weibisch
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WeißbescheidSemantische Klasse Schimpfwort

Hochdeutsch: Klugscheißer
  1. eine superkluge Person
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WendbiedelSemantische Klasse Schimpfwort

Hochdeutsch: Windbeutel
  1. Windbeutel15

Anmerkung 15: Wendbiedel: Spottname der Kasselaner. Die Frage, warum ihnen gerade der wenig schmeichelhafte Beiname der "Kasseläner Windbiedel" zugelegt wurde, ist noch nicht genügend geklärt. Selbst das Grimm'sche Wörterbuch läßt uns in diesem besonderen Fall im Stich. Wir lesen da freilich, der erst im 18. Jahrhundert nachweisbare Ausdruck Windbeutel bedeute einen mit Luft gefüllten Beutel und werde fast nur übertragen angewandt, und zwar entweder auf Sachen (Backwerk) oder Tiere (eine Art Frösche) oder noch häufiger auf Menschen. Und da meine man damit einen wert- und gehaltlosen Menschen, einen Lügner, Prahler, Aufschneider. So setzt Knigge im dritten Kapitel seines "Umgangs mit Menschen" einen Windbeutel mit einem Aufschneider und Prahler gleich. Weiter verstand man unter Windbeutel einen leeren Schwätzer, hohlen Kopf, Taugenichts, überspannten Projektenmacher, Stutzer, Hungerleider, dann auch gewisse Berufsarbeiter, wie Aerzte und Schriftsteller, und schließlich gewisse Volksstämme. So spricht Gottsched von einem französischen Windbeutel, Holtei von preußischen Windbeuteln. Also von den "Kasseläner Windbiedeln" ist bei Grimm nicht die Rede. Unser hessischer Landsmann Adolf Stölzel bemerkt einmal in einem Grenzbotenaufsatz von 1914 über Volksetymologie in dem Abschnitt über den Hornaffen (vgl. auch unsere Anmerkung 6): "Die Kasselaner mußten sich und müssen sich noch gegenwärtig die Bezeichnung als "Kasselaner Windbeutel" gefallen lassen, weil sie das Gebäck der Windbeutel lieben; der Spottname führte zugleich dahin, in den Einwohnern Kassels windige Leichtfüße zu sehen." Danach hätten also erst in späterer Zeit, als man die ursprüngliche Bedeutung nicht mehr kannte, die Kasselaner mißverstandener Weise ihr wenig schmückendes Beiwort als Windhunde erhalten. Somit hätten wir eine ziemlich einleuchtende Erklärung des Spitznamens der Kasseläner nach ihrer heute noch nicht wegzuleugnenden Vorliebe für das Gebäck der Windbeutel. Vor Jahren hörte ich von einem alten Kasselaner eine andere Lesart. Danach habe man in seiner Jugend die bekannten handgestrickten seidenen Geldbeutel - auch "Itschen" genannt, was also nicht nur "Kröte" bedeutet - als "Windbeutel" bezeichnet, und zwar deshalb, weil die Kasselaner auf ihren kulinarischen Streifzügen nach Zwehren diese Geldbeutel oft so mager gespickt hätten, daß der Wind durch ihre Maschen hindurch wehen konnte. Aus Aerger über diese Knauserigkeit hätten die Zwehrener dann den Namen dieser "Windbeutel" auch auf deren Träger übertragen. Eins steht sicher fest, zur Zeit, als die nach dem Bandmaß gemessenen berühmten Freudensteinschen Bratwürste noch die Kasselaner in Scharen nach Zwehren lockten, war diese zweite Bedeutung nicht gerade am Platze, und sie will auch sonst nicht recht überzeugen. So harrt diese windige Frage noch immer einer klaren Lösung.

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WitzebiedelSemantische Klasse Schimpfwort

  1. nicht Witzbold, sondern: eingebildeter, junger Mensch
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WormSemantische Klasse KinderSemantische Klasse Schimpfwort

  1. wenn für Personen: im bedauerlichen Sinne: Kind [Wermchen]
  2. im verächtlichem Sinne auch erwachsene Person
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WormmehlSemantische Klasse SchimpfwortSemantische Klasse RedensartSemantische Klasse Kasselsch

Hochdeutsch: Wurmmehl
  1. "Ech schlahe (drecke) 'n ze Wormmehl": ich schlage (drücke, zerdrücke) ihn zu Wurmmehl; eine Kasselsche Drohung für: einen vernichten, zu Tode prügeln
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WulleganzSemantische Klasse SchimpfwortSemantische Klasse Tier

Hochdeutsch: Gans
  1. Wullegans: Gans [Ganz]
  2. auch einfältige, dumme weibliche Person
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ZägeSemantische Klasse TierSemantische Klasse Schimpfwort

Hochdeutsch: Ziege
  1. Ziege, auch dürres Frauenzimmer
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ZeerSemantische Klasse SchimpfwortSemantische Klasse Fremdsprache

Hochdeutsch: Teer
  1. Teer, holländ. teer, engl. tar(Müller: "Du verfluchder Zeerigel!")
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ZewweSemantische Klasse SchimpfwortSemantische Klasse Tier

Hochdeutsch: Hündin
  1. Hündin
  2. auch liederliches Frauenzimmer
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ZiefahleSemantische Klasse Schimpfwort

  1. phlegmatisches Frauenzimmer
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ziffersche KatzeSemantische Klasse Schimpfwort

  1. wahrscheinlich verderbt aus Zyperkatze (schwarze Streifen auf grauem Grunde): falsches, giftiges Frauenzimmer: "äs macht 'n Gesichte wie ne ziffersche Katze" [Wutze]
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ZusselSemantische Klasse SchimpfwortSemantische Klasse Fremdsprache

Hochdeutsch: Büschel
  1. "Zussel Hoore", Büschel Haare
  2. Frauenzimmer, das sich immer in Négligé, in unfertiger Toilette zeigt
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