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Artikel:

WinkeldähreSemantische Klasse Redensart

Hochdeutsch: Kloakentür
  1. Kloakentür. "Äs krecht en Ahngestellten!" (Sie bekommt einen Beamten zum Manne). - "Jo, an de Winkeldähre" (Ja, angestellt an die Winkeltür)17

Anmerkung 17: Winkeldähre: "Unbekannt waren in den Häusern die Bequemlichkeiten, die man heute mit dem Namen Watercloset bezeichnet. Die Aborte führten häufig noch in die zwischen den Häusern liegenden offenen Winkel oder in schlecht abfließende Kanäle, was ihren Besuch nicht angennehmer machte." (Otto Bähr: "Eine deutsche Stadt vor sechzig Jahren". 2. Aufl. 1886. S. 30.) - "Wie überall in den alten Stadtteilen, bestanden auch in der Müllergasse zwischen den Häusern durchgellende, stark mannsbreite Zwischenräume, die "Winkel" genannt wurden und nach der Straße zu mit einer Tür abgeschlossen waren. In diese lief das Regenwasser von den Dächern ab, ebenso das Gossenwasser aus den Küchen durch steinerne Ausflüsse an den Gossensteinen. Die intimen Bedürfnisörtlichkeiten waren etwa in der Form von Starenkasten in die Winkel hineingebaut und vermittelten in diese durch eine viereckige Holzrinne - "Abtrittshose" genannt - den Speditionsverkehr mit der Außenwelt völlig frei, ohne Schutz vor Zug und Kälte; man war damals weniger empfindlich als heute, nicht allein gegen Zug und Kälte, sondern überhaupt und so - - -". (Heinrich Schmidtmann: "Erinnerungsbilder". 2. Aufl. 1910. S. 7.)